Die regionalen Genossenschaftsbanken ziehen Résumé

Die sechs Genossenschaftsbanken in den Landkreisen Schweinfurt und Haßberge können wieder mit guten Zahlen aufwarten.

Doch stehen Veränderungen bevor, denn immer mehr Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte nicht mehr in den Bankräumen.  So besucht  ein Kunde heute im Schnitt rund 300 Mal im Jahr die Online-Geschäftsstellen, hebt 24 Mal pro Jahr Bargeld ab und kommt nur einmal pro Jahr zur Beratung in die Bank.  Daher wird das Online-Angebot weiter ausgebaut, Kleinstzweigstellen stehen dagegen vermehrt auf dem Prüfstand.

Trotz anhaltend niedriger Zinsen und starker Regulierung stehen die VR-Banken noch sehr solide da, was den Vorsitzenden des Kreisverbands Schweinfurt/Haßberge, Klaus Henneberger, zu folgender Aussage veranlasst: „Unser in 150 Jahren gewachsenes Geschäftsmodell wird auch die Niedrigzinsphase überstehen“.

Das von den sechs Genossenschaftsbanken betreute Kundenvolumen ist um 4,9 % auf 4,6 Milliarden Euro gewachsen. Die Bilanzsumme ist um 3,9 % auf 2,23 Milliarden gestiegen.  Die Zins- und Provisionserträge sind aufgrund der Niedrigzinsphase leicht gesunken, bewegen sich aber mit 3,19 % der Durchschnittsbilanzsumme noch im „grünen Bereich“.  Das Betriebsergebnis liegt mit 25,6 Mio. Euro oder 1,18 % der DBS über dem Durchschnitt.

Das Jahresergebnis bestätigt die gute Entwicklung der letzten Jahre. Daher werden die Mitglieder, also die Eigentümer der Banken,  eine Dividende erhalten, die deutlich über dem Kapitalmarkt liegt. Sollte die Niedrigzinsphase anhalten, rechnen die VR-Banken allerdings mit einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses in den nächsten Jahren.

Die VR-Banken der Landkreise Schweinfurt und Haßberge beschäftigen 583 Mitarbeiter (Vorjahr 601). In den sechs Häusern befinden sich derzeit 37 Auszubildende.  Daneben wird auch die Weiterbildung zum Bankfachwirt stark gefördert.

Im sozialen Bereich wurden 280.000 Euro (inklusive Gewinnsparen) gespendet.

Zusammenfassend erklärt Herr Henneberger, dass sich das Geschäftsmodell der VR-Banken erneut gut bewährt hat. Die politisch gewollte Niedrigzinsphase sowie die Digitalisierung des Bankgeschäfts werden in den nächsten Jahren allerdings Veränderungen verursachen.